Be’er Sheva: Tech-Gemeinschaft in der Wüste

Be’er Sheva: Tech-Gemeinschaft in der Wüste 5182 2204 Miriam Rönnau

Es tut sich etwas in der Wüste. In Be’er Sheva entwickelt sich seit einigen Jahren eine lebendige Tech- und Start-up-Szene. Yotam Tzucker und sein Team von Tech7 bringen die Community zusammen und fördern auch die Tech-Pioniere von morgen.

Yotam hat es sich zur Aufgabe gemacht, Studenten, Gründer und Investoren zusammen zu bringen. Seit 2015 managt er die Community Tech7 in Be’er Scheva, Israels neuem Hotspot für Tech-Start-ups. Die Stadt liegt etwas mehr als eine Autostunde südlich von Tel-Aviv am Rande der Negev-Wüste und ist Standort eines neuen Tech-Parks. Der Komplex mit aktuell zwei Gebäuden wurde in den vergangenen Jahren gemeinsam von der israelischen Regierung, der ansässigen Ben-Gurion-Universität und mehreren Investoren hochgezogen. An allen Ecken wird gebaut, Platz haben sie hier in der Wüste ja genug. Das erklärte Ziel der Bauherren: Ein optimales Umfeld für Gründer schaffen, in dem sie ihre Ideen entwickeln und markttauglich machen können. Ein gutes Netzwerk, betonen hier alle, ist dabei einer der Schlüssel zum Erfolg.

Wir treffen Yotam im Center for Digital Innovation for the Negev (CDI) im Tech-Park. Tech 7 ist ein Partner dieses Innovationszentrums. In Simulationslaboren können hier Start-ups in den Bereichen Digital Health, Healthy Aging, Education und Smart Cities ihre Ideen testen und entwickeln. Ältere Menschen aus der Nachbarschaft stehen beispielsweise bereit, um die Innovationen der Gründer auszuprobieren. Dieser direkte Austausch mit zukünftigen Kunden ist für die Start-ups unbezahlbar, sagt Yotam. So können sie ihre Produkte schneller und effektiver zur Marktreife bringen. Das Labor im Bereich Healthy Aging soll in ein paar Monaten fertig sein. So soll hier ein ganz neuer ROI entstehen – ein Return on Innovation.

110 Start-ups und insgesamt 14.000 Mitglieder sind Teil der Tech7-Community. Für sie organisiert Yotam gemeinsam mit seinem Team Events, um den Kontakt zu zahlungskräftigen Investoren aufzubauen. Dazu gehören Start-up-Wettbewerbe oder Events für die Kinder und Jugendlichen der Stadt. Denn je früher man den Gründergeist weckt, desto besser, findet Yotam. Der Bürgermeister von Be’er Sheva sieht es ähnlich und fördert die Start-up Szene und den Austausch mit der Stadt. Ein Slogan hier ist: “It’s not about ideas, It’s about making ideas happen.”

Autoren: Michael Sömmer & Anke Ralle
Fotocredit: JDB

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